Wald im Wandel zur neuen Wildnis

Auf einen Blick

  • Wernigerode
  • Für Kinder

Warum tote Bäume nicht das Ende des Waldes, sondern den Beginn der neuen Waldwildnis einläuten

Ausgedehnte Wälder im Wandel zur Wildnis, wertvolle Lebensräume für seltene Tiere und Pflanzen – im Nationalpark Harz darf die Natur ihren eigenen Weg gehen. Dadurch bietet sich die seltene Gelegenheit, den natürlichen Waldwandel vom ehemaligen Wirtschaftswald hin zum wilden Natur­wald zu erleben. In einigen Bereichen geht dieser Wandel aktuell sehr rasant von statten und die Waldbilder dieser Übergangsphase wirken auf viele Menschen zunächst befremdlich. Wenn man heute durch den Nationalpark Harz wandert, bietet sich auf einigen Waldflächen tatsächlich ein bizarres Bild.

Stürme, Wetterextreme und Borkenkäfer lassen die meist menschengeprägten, älteren Fichtenforste im Nationalparkgebiet großflächig absterben. Je nach Höhenlage setzen sich nun eher Buchen oder wieder junge Fichten durch. Die Natur hat dabei andere Maßstäbe von Zeit und Ordnung als wir Menschen.

In den Hochlagen ist die Fichte von Natur aus heimisch, deshalb wird sie in diesen Gebieten auch weiter die Hauptbaumart bleiben. Neben jungen Fichten wachsen hier nun auch einige Laubbäume wie Eberesche, Bergahorn oder Weide.

In tieferen Lagen schlagen in den ehemaligen Fichtenforsten vor allem verschiedene Laubbäume Wurzeln. Von Natur aus würden hier vor allem Buchen wachsen, deren Rückkehr der Nationalpark mit Pflanzungen unterstützt.

Das Totholz bleibt im Nationalparkgebiet soweit wie möglich im Wald und bietet so zahlreichen Bewohnern Nahrung und Unterschlupf. Wer genau hinschaut, kann selbst im scheinbar toten Wald überall Leben entdecken. Nutzen Sie die seltene Gelegenheit, einer neuen Wildnis beim Wachsen zuzuschauen.


Nationalparkverwaltung Harz

Lindenallee 35

38855 Wernigerode

Deutschland


Tel.: +49 3943 / 55020

Fax: +49 3943 / 550237

E-Mail:

Webseite: www.nationalpark-harz.de

Weitere Informationen

Eignung
  • für jedes Wetter
  • für Gruppen
  • für Schulklassen
  • für Familien
  • für Individualgäste
  • Haustiere erlaubt
  • Senioren geeignet
  • für Kinder (jedes Alter)
Fremdsprachen
  • Deutsch
  • Englisch
Zahlungsmöglichkeiten
  • Eintritt frei
Barrierefreiheit
  • Menschen mit Gehbehinderung (teilweise)
  • Rollstuhlfahrer (teilweise)
  • Menschen mit Hörbehinderung (teilweise)
  • Gehörlose Menschen (teilweise)
  • Menschen mit Sehbehinderung (teilweise)
  • Blinde Menschen (teilweise)
Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen
  • Aushang Hinweisschilder
  • Beachtung der Hygienehinweise
Weitere Infos

Am 19. Juli 2018 stellte Nationalparkleiter Andreas Pusch im Rathaus Schierke in einem Vortrag die Waldentwicklung im Nationalpark Harz einem interessierten Publikum vor. Er erklärte, wie ein natürlicher Wald funktioniert, welches Leben im Totholz gedeiht und warum das aktuell vor allem in den Hochlagen des Nationalparks Harz beobachtbare Absterben alter Fichten nicht das Ende des Waldes, sondern den Beginn größerer Naturnähe bedeutet. Mit zahlreichen Bildern und Einblicken erläuterte er die Hintergründe aktueller Entwicklungen, zeigte Zusammenhänge auf und gab Ausblicke auf eine stabile, vielfältigere und artenreichere Waldwildnis der Nationalparkwälder rund um den Brocken.

www.youtube.com/watch

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