Natura Tipp 11 - Iberg

Auf einen Blick

  • Start: Wanderparkplatz an der Harzhochstraße B242
  • Ziel: Wanderparkplatz an der Harzhochstraße B242
  • 5,26 km
  • 1 Std. 45 Min.
  • 285 m
  • 564 m
  • 421 m

Weitere Informationen

Wegbeschreibung

Vom Hübichenstein zum Albertturm

Der Iberg ist touristisch sehr gut erschlossen. Die Themenwanderwege Harzer Baudensteig und der Karstwanderweg führen durch das Gebiet; der Harzer Försterstieg (Wegemarke Eichenblatt) tangiert es. Hinzu kom-men sich teilweise überlagernde Rundwege von Baudensteig und Karstwanderweg, deren Wegemarken sich von denen der Hauptthemenwege etwas unterscheiden. Keine Ver wechs-lungsgefahr besteht bezüglich der Wegemarken der Terrain-Kurwege (verschiedenfarbige Blätter) und der König-Hübich-Route (goldene Krone). Start und Ziel unserer Rundwandung durch das FFH-Gebiet Iberg ist der Wanderparkplatz an der Harzhochstraße B 242 gegenüber vom Hübichenstein (Landmarke 1 des UNESCO-Geoparks). Direkt am Parkplatz folgen wir der Ausschilderung zu unserem ersten Ziel, dem Albertturm. Ein steiler Anstieg, der Hippelweg, markiert die Westgrenze des FFH-Gebiets. Rechts des Weges zeigen Buschwindröschen bzw. Waldmeister in der Krautschicht sowie die Dominanz der Rotbuche den FFH-Lebensraumtyp Waldmeister-Buchenwald an. Weiter geht es den Berg hinauf. Nachdem wir rechts auf den Oberen Ibergweg eingebogen sind, ist viel stehendes und liegendes Totholz zu entdecken. Der Wald wird fast am gesamten Iberg überwiegend sich selbst überlassen. Die Folge ist ein außerordentlich hoher Insektenreichtum. Vom reich gedeckten Tisch profitieren 15 Fledermausarten. Ihre Winterquartiere liegen rechts des Weges. Es sind Nicht touristisch erschlossene Höhlen. Deren Zahl im FFH-Gebiet wird mit 80 angegeben. An der Wegegabelung gehen wir links und gelangen über die Gletschertöpfe (Informationstafel) zum 32 Meter hohen Albertturm. Die Turmbesteigung lohnt wegen der wunderbaren Aussicht. Eine Stärkung verspricht die anschließende Einkehr im urigen Waldgasthaus (Stempelstelle 130 der Harzer Wandernadel).

Schweinebraten & Bismarckklippen

Dem Karstwanderweg weiter folgend gelangen wir zum Aussichtspunkt des Kalksteintagebaus Winterberg. Zurück auf der Forststraße Turmweg nehmen wir den zweiten Abzweig rechts. Wir befinden uns nun auf dem Harzer Baudensteig. Er markiert hier den Nordostrand des FFH-Gebietes, einen Bereich, in dem die Fichten zurückgedrängt, statt ihrer langfristig standortheimische Baumarten gefördert werden sollen. Dass im Untergrund jetzt die basenarmen Kulmgrauwacken anstehen, die den Iberger Riffkalkkomplex allseitig umgeben, zeigen uns die hier wachsenden Heidelbeeren. Sie sind ausgesprochene Säurezeiger. Wir erreichen sodann eine Kreuzung, auf die acht Wege zulaufen. Einer davon ist der Harzer Försterstieg. Warum die Kreuzung den seltsamen Namen „ S chwe i n e b r a te n “ t r ä g t wi rd a n d e r Kö te a m H a r ze r B au d e n s te i g erklärt. Zurück von unserem kurzen Abstecher dorthin ent-scheiden wir uns am Schweinebraten für den Unteren Ibergweg (Harzklub-Hauptwanderweg 7b). Der Buchenwald hier besitzt weniger Unterwuchs als jener im Westteil: ein optimales Jagdrevier für das Große Mausohr. Links im Teufelstal liegt das HöhlenErlebnisZentrum. Wer einmal einen Blick in das Innere des Ibergs werfen möchte, dem wird ein kurzer Abstecher dort-hin empfohlen (Geopunkt 2 im Gebiet der Landmarke 1 des UNESCO-Geoparks). Ansonsten geht es rechts bergan, dem Harzer Baudensteig in Richtung Bismarckklippen folgend. Wärmeliebende Arten wie Eibe, Elsbeere und die Braunrote Stendelwurz, eine Orchidee, zeigen den Lebensraumtyp Mitteleuropäischer Orchideen-Kalk-Buchenwald an. Oben angekommen finden wir mit dem Braunen Streifenfarn und dem Kalk-Blaugras typische Vertreter des Lebensraumtyps Kalkfelsen mit Felsspaltenvegetation. Über Harzer Baudensteig, Oberen Ibergweg und Hippelweg geht es zurück zum Parkplatz.

Wegbelag

  • Wanderweg (72%)
  • Asphalt (16%)
  • Schotter (11%)

Wetter

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