Karstwanderweg – Rundweg 16 um die Wasserscheide-Elbe-Weser

Auf einen Blick

  • Start: In Steina an der Kirche
  • Ziel: In Steina an der Kirche
  • 18,28 km
  • 4 Std. 50 Min.
  • 230 m
  • 422 m
  • 262 m

Beste Jahreszeit

Eichsfeldschwelle, Gips, Dolomit, Erdfallseen und die abwechslungsreiche Südharzlandschaft entdecken.

Diese Tour verbindet den je separat ausgeschilderten nördlichen und südlichen Ast des Karstwanderwegs. Die Tour ist in beiden Richtungen attraktiv. Hier ist sie ab Steina im Gegenuhrzeigersinne beschrieben. In Steina lohnt ein Besuch im Glasmuseum mit Darstellung der historischen Waldglasproduktion am Südharz. Jetzt geht es steil bergan auf den Mühlberg mit der Wasserscheide und Panorama über die Südharzlandschaft. Ein Riff aus der Zechsteinzeit ist der im Wald am rechten Wegesrand liegende Eulenstein. Von hier geht es hinab ins Winkeltal, an dessen oberem Wiesenende der Bach im Karst verschwindet. Ein ärmlicher Bergbau auf Kupfer und Eisen ist hier früher umgegangen. Am Talausgang überrascht die Hochbrücke der B 243 n. Das „Moostierchenriff“, ein aufgelassener Steinbruch vor Bartolfelde und Naturdenkmal ist in unzähligen wissenschaftlichen Werken beschrieben. Man sieht die Momentaufnahme des von Nordwesten anbrandenden Zechsteinmeeres an eine Grauwackenklippedes alten Harzgebirges. In Bartolfelde ist am Wochenende Einkehr im Hofcafé, unser Tipp: Feuerwehrtorte. Danach geht es auf dem südlichen Ast des Karstwanderwegs weiter über Erdfälle, die im jüngeren Gips des Zechsteins durch Gipsauslaugung entstanden sind, etwa dem wassergefüllten „Grundlos“. Auch eröffnen sich schöne Panoramen auf den südlichen Harz. Der Weg kreuzt jetzt die Trasse der unfertig gebliebenen Helmetalbahn. Weiter geht es über die Halde des Dolomitsteinbruches der Wolfskuhle, aus dessen Lagerstätte vor 800 Jahren die Werksteine für das Kloster Walkenried gebrochen wurden. Es sind feine dolomitische Ablagerungen in einer ehemals tropischen Lagune.

Der Weg quert das Blindtal des Steingrabens, der oberhalb im Gebüsch verborgen in einer Karstschwinde versiegt mit Wiederaustritt am Salzaspring vor Nordhausen. Über Wiesen und Pferdeweiden geht es nach Unterquerung der B 243 n nach Nüxei. Die flache Karstsenke am Nussteich, ein Polje, nimmt das Wasser der Fitzmühlenquelle auf und staut bei Hochwasser bis zur Straße zurück, dann fließt zugleich die Steina in die Senke. Diese Wässer verschwinden und ein Teil kommt im Salzaspring bei Nordhausen wieder hervor. Der Weg passiert dann die Furt durch das elf Monate im Jahr trockene Bett der Steina. Auf der anderen Seite der Furt liegt die Gedenkstätte zum ehemaligen KZ-Außenlager Nüxei, von dessen Häftlingen die Helmetalbahn 1944/45 gebaut wurde (s. Rundweg Nr. 15). Beim Anstieg zum Römerstein zeigt sich rechts unten die Springwiese mit verschiedenen Karstquellen.

Der Römerstein (Vorsicht beim Besteigen!) ist ein 257 Mio. J. altes „Korallen“-Riff aus Dolomitgestein. Nur wenig älter ist der südlich Steina gelegene Staufenbüttel, ein Vulkan aus der frühen Permzeit, 290 Mio.J. alt, über den es dann zurück nach Steina geht.

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